Verein - Vorstand - Ehrenmitglieder - Mitgliedschaft

Der Verein

Der heutige Verein für Altertumskunde und Heimatpflege Haltern am See e.V. (Kurzform: Heimatverein Haltern) wurde im Jahre 1899 auf Initiative des Halterner Arztes Dr. Alexander Conrads als Zweigverein des bereits seit 1824 existierenden Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens gegründet (Vereinsname bei seiner Gründung: Verein für Geschichts- und Altertumskunde Haltern). Er gilt als die älteste bürgerliche Vereinigung unserer Stadt. Die Gründung erfolgte im Schatten der damals gemachten Entdeckungen der Halterner Römerlager auf dem Annaberg, dem Uferkastell und dem Silverberg.

Bereits im Jahre 1907 führten die Aktivitäten des Vereins zur Errichtung des ersten Römisch-Germanischen Museums, das leider 1945 im Bombenhagel der Alliierten zu Grunde ging. Auch an der Wiedererrichtung des heutigen LWL-Römermuseums an der Weseler Straße im Jahre 1993 hatte unser Verein großen Anteil. Mit dem von uns bereits im Jahre 1992 zur Unterstützung des heutigen Museums begründeten Fördervereins sind wir bis heute nicht nur personell, sondern vielfach auch inhaltlich verbunden

„Emolumento Publico“

(Dem Wohl der Allgemeinheit dienen)

Als Zusammenschluss freier Bürger stehen wir, wenn wir uns auf das Gründungsjahr unseres „Muttervereins“ beziehen, in einer inzwischen fast 200jährigen humanistischen Tradition, deren Wurzeln in der Epoche der Aufklärung zu finden sind. Aus dieser Tradition leiten wir als oberstes Ziel unseres Vereins den Auftrag ab, vor allem den Gemeinschaftsgeist in unserer Stadt Haltern am See zu fördern.

Als Altertums– und Geschichtsverein beschränken wir uns dabei natürlich vorrangig auf die Felder Bildung und Kultur, Denkmal- und Umweltschutz sowie die Stadtbildpflege. Dabei sind unsere Initiativen und Projekte in den meisten Fällen so angelegt, dass diese die unterschiedlichsten Menschen ohne ideologische Starrheit und parteipolitischer Vorbehalte zusammenbringen. Bei uns Mitglied zu sein bedeutet, sich vor allem für sein Gemeinwesen einzusetzen.

In diesem Sinne haben wir in den vergangenen Jahren vielfältige Projekte aller weiterführenden Schulen und der Kirchengemeinden unterstützt. Wir haben finanzielle Beiträge zur Erhaltung von Denkmälern aufgebracht. Unser Verein unterstützt die städtische Bibliothek, die Halterner Museen, wir finanzieren ehrgeizige Buchprojekte. Aber natürlich steht unser Verein auch bereit, um einmal ganz unbürokratisch eine Sitzbank für unsere älteren Mitbürger aufzustellen, die sich einen Platz zum Verweilen auf dem halben Wege zwischen Seniorenheim und Innenstadt wünschen.

Hatten unsere Gründerväter vor allem das Ziel vor Augen, mit dem Bau eines Römisch-Germanischen Museums und der Pflege der lokalen Geschichtsforschung den Bildungshorizont der damaligen und zukünftigen Schülergenerationen sowie der Bevölkerung zu heben und die Stadt über ihre engen Grenzen hinaus bekannt zu machen, haben sich manche Positionen im Laufe der letzten 100 Jahre sicherlich verschoben.

Damals war der Bau des Museums noch Ausdruck einer funktionierenden bürgerlich geprägten Gemeinschaft, die bereit war, sich für ein bedeutendes Ziel in einem Verein zusammenzuschließen. Heute dagegen leben wir in einer Gegenwart, die durch Pluralisierung, Bindungsverluste, entstandardisierte Lebensmuster sowie individualisierte Arbeitsbiographien gekennzeichnet ist. Mitgliedschaft und gemeinsames Handeln, vor allem in Vereinsform, sind längst nicht mehr überall die typische Form des kulturellen und sozialen Engagements.

Wir denken da anders. Nur gemeinsam kann es uns gelingen, aus der Gegenwart die Zukunft zu gewinnen, denn das ist unser eigentliches Ziel. Doch dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, die Umsetzung von identitätsstiftenden Maßnahmen und vor allem die Pflege des städtischen Gemeinschaftsgeistes.

 

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Mitgliedschaft

Der "Verein für Altertumskunde und Heimatpflege Haltern e.V." verfolgt gemäß Satzung ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Werden Sie Mitglied. Unterstützen Sie uns bei der Förderung der wissenschaftlichen Heimat- und Altertumsforschung. Kunst- und Denkmalpflege sowie der Erhaltung der Sitten und Gebräuche in Haltern am See.

Die Jahreshauptversammlung findet im ersten Quartal eines Jahres statt. Hier erläutert der Vorstand die Aktivitäten des Vorjahres und erläutert das Programm für das kommende Jahr. Vorschläge können Sie jederzeit mit dem Vorstand diskutieren - nicht nur bei der Jahreshauptversammlung. Wirken Sie mit bei der Gestaltung unserer Stadt.

Die Jahreshauptversammlung endet normalerweise mit einem gemeinsamen Abendessen der Mitglieder.

Der Mitgliedsbeitrag beträgt 18 Euro, für Paare 24 Euro im Jahr.

Das Anmeldeformular erhalten Sie hier.

Spenden

Unterstützen Sie unsere Arbeit durch eine Spende. Eine Spendenbescheinigung wird Ihnen nach Eingang einer Spende umgehend zugestellt.

 

Bankverbindung:

Stadtsparkasse Haltern - Bankleitzahl (BLZ): 426 513 15 - Konto-Nr.:6338

BIC: WELA DED 1 HAT

IBAN: DE90 426 513 15 0000 006 338

 

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Der Vorstand

(Wahl auf der Jahreshauptversammlung am 14. Juni 2017)

Den geschäftsführenden Vorstand bilden:

Franz Schrief (1. Vorsitzender)

Heerstr. 15 - 45721 Haltern am See

Bernhard E. Köster (stellvertr. Vorsitzender)

Marlies Breuer (Schriftführer)

Werner Wiens (Schatzmeister)

 

Zum Beirat gehören:

Johannes Beckmann, Gerd Böhmer, Hendrik Griesbach, Franz-Josef Kalfues, Ursula Kelders, Illa Schaefer, Frank Schürmann, Marianne Stenner

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Die Ehrenmitglieder des Altertumsvereins

Direktor des Skulpturenmuseums und Generalsekretär des Deutschen Archäologischen Institutes Berlin; Ehrenbürger der Stadt Haltern seit dem 12.08.1907, (*1831, +1914), am 10.12.1901
Westfälische Wilhelms-Unversität Münster, (*1860, +1944) am 12.08.1907
Leiter des Kestner-Museums Hannover, Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften, (*1859, +1943)
Leiter des Landesmuseums Wiesbaden, 1911-1914 Direktor der Römisch-Germanischen Kommission in Frankfurt, (*1861, +1928)
Otto Dahm
Oberstleutnant a.D.; Sassnitz, Streckenkommissar der Reichs-Limes-Kommission am Obergermanischen Limes, Entdecker des Kastells Niederberg
Kreisbauinspektor und Geheimer Baurat in Paderborn, ab 1906 Regierungsbaumeister
Münster, 1895-1899 Preußischer Innenminister, 1899-1911 Oberpräsident der Provinz Westfalen, (*1847, +1911)
1889-1899 Oberpräsident der Provinz Westfalen, 1899-1907 Preußischer Kultusminister, (*1838, +1921)
Historiker, Archivrat am Staatsarchiv Münster, 1897-1903 Vorsitzender und Geschäftsführer der Altertumskommission für Westfalen (*1853,+1930)
Johann Heinrich Schmedding
Münster, Baurat
Prof. Dr. Emil Krüger
Direktor des Provinzialmuseums Trier (heute Rheinisches Landesmuseum Trier), (*1869, +1954)
1902 Direktor der Römisch-Germanischen Kommission in Frankfurt, 1911-1922 Direktor des Deutsche Archäologischen Instituts, (*1870, +1941)
1913, Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn, Mitglied der Reichs-Limes-Kommission und der Preußischen Akademie der Wissenschaften, (*1852, +1915)
Abteilungsdirektor am Landesmuseum in Trier, Doktorand z.Zt. der Ausgrabungen in Haltern, (*1883, +1956)

Prof. August Kümmel

1916, Barmen
1955, Vorsitzender der Altertumskommission für Westfalen, Münster, (*1885, +1970)
Archäologe, langjähriger Leiter des Fachreferates für Provinzialrömische Archäologie der LWL-Archäologie für Westfalen in Münster, am 09.12.2008