Das Römisch Germanische Museum Haltern (1907 - 1945)

Das Museum wurde in knapp 2 Jahren Bauzeit im Stil einer römischen Villa errichtet. Zu den Baukosten von insgesamt 25.000 Mark trug eine Spende Kaiser Wilhelms II nicht unwesentlich bei. Die Eröffnung fand statt am Sonntag, dem 12. August 1907. Die Exponate wurden in 4 Abteilungen (römisch, vorgeschichtlich, erdkundlich und heimatkundlich) ausgestellt:.

Das Römisch Germanische Museum Haltern/Westf. (1907-1945). Im Vordergrund .....

 

Bilder aus der römischen Abteilung:

 

Innenansicht des Römisch Germanischen Museums Haltern

 

 

Innenansicht des Römisch Germanischen Museums Haltern

 

Kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs wurde das Museum am 9. März 1945 bei einem Luftangriff auf Haltern getroffen und zerstört. Die Exponate waren zwar ausgelagert, aber in den Wirren nach Kriegsende gingen wertvolle Stücke verloren.

1954 konnten erstmals nach dem Krieg die vorhandenen Exponate in der "Alten Post" ausgestellt werden. Da die Post einem Neubau weichen musste, wurden die Ausstellungsstücke ab Frühjahr 1958 in einer Schule "zwischengelagert". Im August des gleichen Jahres wurde in dem ehemaligen Wohnhaus Dr. Conrads für einige Jahre eine Ausstellungsmöglichkeit geschaffen.

Im August 1965 erfolgte ein weiterer Umzug in ein städtisches Gebäude nahe dem Rathaus.

Bis zum Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts bestand zwar der dringende Wunsch ein neues "Römermuseum" zu errichten, aber finanziell war dies für den Verein nicht tragbar.

Mit Beginn der 80er Jahre verstärkt der Verein unter dem Vorsitz von Heinz W. Prohl die Diskussion um den Neubau eines Römermuseums. Paul Chruscz, Mitglied im Kulturausschusses der Landschaftsversammlung, war ein weiter treibender Motor für den Museumsbau. Es wurde ein Konzept für das Museum erarbeitet, Pläne und Modelle für ein neues Museum erstellt und mit den politischen Gremien im Land diskutiert. Da aus finaziellen Gründen weder unser Verein noch die Stadt Haltern am See als Träger in Frage kamen, müssten einerseits Spenden für das neue Museum gesammelt, andererseits aber auch ein Träger für das neue Römermuseum gefunden werden.

Am Ende der Diskussionen stand der Neubau eines Museums in der Trägerschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe fest. Am 7. Mai 1990 wird der erste Spatenstich für das Westfälische Römermuseum Haltern vollzogen. Das Museum wurde an historischer Stelle, dem Lagerrand des römischen Feldlagers errichtet.

1991 kam es auf Initiative des Altertumsvereins zur Gründung des "Vereins der Freunde und Förderer des Westfälischen Römermuseums Haltern e.V", da der Wunsch nach einem reinen Förderverein für das Museum bestand. Die von unserem Verein für die Ünterstützung des neuen Museums gesammelten Spenden wurden dem neuen Verein übergeben. Dieser war so mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet, um seine Arbeit aufnehmen zu können. In der Satzung des Fördervereins wurde diese Verbindung zum Altertumsverein festgelegt. Am 25. November 1993 wurde das neue Museum eröffnet. (2007 wurde das Museum umbenannt in: LWL Römermuseum)

 

LWL Römermuseum Haltern am See