Aufgrund der wenigen Anmeldungen

zu dieser Exkursion

muss diese Fahrt leider ausfallen

Wappen Otto IV

Wappen Otto IV

 

Die Burg Dankwarderode und Dom (rechts) im Mittelalter, Rekonstruktion des mutmaßlichen Zustands von 1200

Mit dem Altertumsverein zur Otto IV-Ausstellung nach Braunschweig

 

Erleben Sie das „Kaiserjahr 2009“ in Braunschweig

Einladung zur Busexkursion am 7. Oktober 2009


Verehrte Freunde,

während wir in Haltern am See, in Kaikriese und Detmold das Varusjahr 2009 mit der größten Archäologieschau des Jahres feiern, hat man in Braunschweig anlässlich der Kaiserkrönung Otto IV. vor 800 Jahren ein „Kaiserjahr 2009“ ausgerufen.

Otto von Braunschweig, ein Sohn Heinrich des Löwen, erfüllte damals zum ersten und zum letzten Male den Traum seines Adelsgeschlechts vom Kaisertum. Im Jahre 1175/78 geboren und am Hofe seines Onkels Richard Löwenherz erzogen, wurde Otto kurz nach der Königswahl Philipps von Schwaben 1198 zum Gegenkönig des Staufers erhoben. Mit wechselndem Erfolg rangen die beiden Protagonisten um die Krone. Philipp erwies sich als der Stärkere, doch kurz vor Ottos endgültiger Niederlage wurde dieser ermordet. Otto wurde zum römisch-deutschen König ernannt und im Jahre 1209 durch Papst Innozenz III. zum Kaiser gekrönt. Doch bereits drei Jahre später wurde der Staufer Friedrich III. zum Gegenkönig ausgerufen und 1215 Otto für abgesetzt erklärt.

Anlässlich des Jubiläums widmet das Land Niedersachsen diesem oft vergessenen Spross des Welfengeschlechts eine große Landesausstellung unter dem Titel:

„Otto IV. — Der Traum vom welfischen Kaisertum“


Wir möchten Sie einladen, mit uns die wohl einmalige Großausstellung im Herzog-Anton-Ulrich Museum in Braunschweig zu besuchen.

Abfahrt: 7.15 Uhr Haltern am See, Bushaltestelle Siebenteufelsturm

Führung durch die Ausstellung in Braunschweig: 11.30 Uhr und 11.50 Uhr.

Danach haben Sie Gelegenheit, sich die historische Innenstadt Braunschweigs anzusehen und vielleicht eine echte „Braunschweiger Mumme“ (früher eines der berühmtesten Biere der Welt) zu sich zu nehmen.

Rückkehr in Haltern am See ca. 20.00 Uhr.

Die Kosten für Bus, Führungen und Eintritte betragen pro Person €35,—. Karten sind in der Stadtbücherei Haltern am See, Lavesumer Str. 1 und in der Stadtsparkasse Haltern am See, Zweigstelle Rekumer Straße, erhältlich.


Öffnungszeiten der Stadtbücherei:
Dienstag 900- 12.00/ 15.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch 9.00 - 16.00 Uhr
Donnerstag 9.00-12.00/15.00 - 19.00 Uhr
Freitag 9.00 - 12.00/15.00 - 18.00 Uhr
Samstag 9.00 - 13.00Ubr

Web-Seite der Stadt Braunschweig: "Otto IV. – Traum vom welfischen Kaisertum

Download: Ausstellungsbroschüre

 

Braunschweiger Mumme

„… die Mumme, welche ein angenehmer, wohlriech- und schmeckender Gersten-Safft ist, so in der Stadt Braunschweig gekochet, und wegen ihrer Vortrefflichkeit die Tag und Nacht gleichmachende Linie passieret und bis in beyde Indien verfahren wird, worin sie es allen anderen Bieren zuvor thut …“ (aus dem Braunschweigischen Bierbuch von 1723)

Mumme-Brauerei Steger, Werbung von 1899

Braunschweiger Mumme (lateinisch: Mumma Brunsvicensium oder Mumia – englisch: Brunswick Mum – französisch: Mom de Bronsvic), meist nur Mumme genannt, war ursprünglich je nach Brauart ein schwach bis stark alkoholhaltiges Bier aus Braunschweig. Seine Entstehungsgeschichte reicht bis in das Spätmittelalter zurück. Aufgrund seiner ungewöhnlichen Zusammensetzung und der daraus resultierenden langen Haltbarkeit entwickelte sich die „Mumme“ schnell zum wichtigsten Exportartikel der Stadt und wurde in der frühen Neuzeit bis nach Indien und in die Karibik verschifft. Auch heute, nach mehr als 600 Jahren wird das Getränk noch immer in Braunschweig verkauft, wobei es seit Herbst 2008 zum ersten Mal seit circa 200 Jahren wieder in einer alkoholhaltigen Variante erhältlich ist.

Mumme-Probe

Eher unter die Anekdoten fällt die Mumme-Probe. Süße und Zähflüssigkeit der Braunschweiger Mumme waren ihr Qualitätsmerkmal. Deshalb hatte sich eine Art Qualitätskontrolle entwickelt, die Maßstab sein sollte für die Güte der Mumme und damit für ihre Rezeptur. Man ging dabei wie folgt vor: Auf einen Stuhl oder Schemel wurde ein wenig Mumme gegossen und verstrichen. Anschließend musste sich jemand darauf setzen und sofort wieder aufstehen. Klebte die Sitzgelegenheit nun an seinem Gesäß, war die Mumme-Qualität einwandfrei.

Werbung in USA um 1900

Werbung in USA 1900

 

Vier Quadrigen in Deutschland:

In Deutschland existieren vier Quadrigen, von denen die Braunschweiger die mit Abstand größte ist:

Die Braunschweiger Quadriga, erstmals zwischen 1855 und 1863 gefertigt, ist eine überlebensgroße Skulpturengruppe. Sie besteht aus Brunonia, der allegorischen Göttin des Herzogtums, des Landes sowie der Stadt Braunschweig, die in einem antiken, zweirädrigen Streitwagen stehend ein Gespann aus vier Pferden (Quadriga), lenkt, wobei sie mit der linken Hand die Zügel und mit der rechten ein Feldzeichen hält, an dessen Spitze sich ein lorbeerumkränztes „W“ für Wilhelm befindet. Die dritte Version dieses Viergespanns steht seit dem 23. Oktober 2008 auf dem Nachbau des Braunschweiger Schlosses. Die Gruppe wiegt 25,8 Tonnen und misst an ihrer höchsten Stelle 9,20 m. Brunonia allein hat eine Größe von 5,30 m, die vier Zugpferde jeweils von 4,30 m

Die Braunschweiger Quadriga

Die drei anderen sind die Berliner Quadriga auf dem Brandenburger Tor, die Münchener auf dem Siegestor sowie die Dresdner „Pantherquadriga“ auf der Semper-Oper. (Quelle: Wikipedia)

 

 

 

 

 

 

 

 

Heidelberg, Cod. Pal. germ. 19-23, um 1450

Otto IV. und Papst Innocenz III. reichen sich vor den ankommenden Schiffen Friedrichs II. die Hände