Römisches Lager und Gräberfeld bei Haltern gefunden

(a) Gräberfeld am Annaberg

Aus den Neuen Jahrbüchern für Philologie und Paedagogik (Leipzig 1838)

 

 

Schmidt war sich bewusst, dass nichtrömische Militäraktivitäten das Fundbild eines römischen Kastells überlagern können. Er schreibt in seinem Tagebuch:

 

In den veröffentlichten Auszügen aus seinen Tagebüchern wird auch berichtet, dass Dr. Wesener aus Dülmen römische Grabmäler in der Westruper Heide geöffnet und Urnen und römische Münzen gefunden habe. Schmidt hatte einen Weg vom Annaberg nach Hullern als römische Straße identifiziert. Die Gräber sollen sich zu beiden Seiten dieser Straße befunden haben.

(b) Gräberfeld in der Westruper Heide

 

In Schmidt´s Tagebuch findet sich ein weiterer Hinweis:

Im Rahmen der Ausgrabungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigt sich Friedrich Philippi mit der Frage nach einer möglichen römischen Wallanlage im Niemen und römischen Grabanlagen in der Westruper Heide. Der Niemen "hat schon frühzeitig die Aufmerksamkeit der Altertumsforscher auf sich gezogen, weil darin verschiedene alte Grabanlagen sich finden; sie sind größtenteils schon durchwühlt worden." ( MAK II, S. 17) Aufgrund eines Gutachtens des Mineralogen Prof. Dr. Buß (Münster) kommte er zu dem Schluß, dass es sich bei dem Niemenwall um eine natürliche Dünenbildung handelt. Er endet mit dem Satz: "Eine Sicherheit für diese Erklärung wird freilich erst eine genaue Untersuchung des Walls bieten. Er müsste vollständig durchgraben werden, um Spuren des vermuteten Kerns zu suchen."