Haltern kommt in die Herrschaft des Herzogs von Croy

 

Nach dem Sieg Frankreichs und dem Friede von Luneville (09.02.1801) kommt es am 23.05.1802 zum Pariser Vertrag zwischen Frankreich und Preussen. Frankreich behält alle eroberten linksrheinischen Gebiete. Preussen muss seine linksrheinischen Landesteile (Jülich-Cleve-Berg) an Frankreich abtreten und soll durch rechtsrheinische Gebiete entschädigt werden. Zu den Entschädigungsgebieten gehörten große Teile des Fürstbistums Münster. Bereits am 06.06.1802 nimmt Preussen dieses Gebiet in Besitz.

Anna Emmanuel Herzog von Croy befindet sich im November 1802 in Regensburg, um sich "Entschädigungsländer" für seine Verluste zu sichern. Am 29. November 1802, noch vor Beendigung des Reichsdeputationshauptschlusses, verkündete er die Inbesitznahme des ehemaligen Amtes Dülmen. Ende Januar 1803 wird diese Inbesitznahme durch Kanzelverkündigung in den Kirchen der betroffenen Bevölkerung bekanntgegeben. Erst einen Monat später wird dies rechtskräftig.

 

Schlussdokument des Reichsdeputationshauptschlusses (Auszug)

"Demnach zu Beendigung des zwischen Kaiserlicher Majestät und dem deutschen Reiche eines – dann der französischen Republik andern Theils – ausgebrochenen Kriegs, zufolge zwanzigsten Artikels des am 17. October 1797 geschlossenen Friedens zu Campo-Formio, noch in demselbigen Jahre ein Friedenscongreß zwischen Allerhöchstgedachter Sr. Kaiserl. Majestät und einer dazu ernannten außerordentlichen Reichsdeputation einer – dann den Bevollmächtigten der französischen Republik andrer Seits – zu Rastadt eröffnet worden, auch daselbst die Unterhandlungen bereits so weit gediehen, daß im Namen des deutschen Reiches in die Ueberlassung der Lande der linken Rheinseite nicht nur gewilliget, sondern auch wegen des dadurch auf solcher Rheinseite entstehenden Verlustes die Grundlage der Entschädigung durch Säcularisationen angenommen, diese Friedensunterhandlungen aber durch den Wiederausbruch der Feindseligkeiten unterbrochen worden: so ist zwar nachher am 9. Februar 1801 von Sr. Kaiserl. Majestät mit dem ersten Consul der französischen Republik auch Namens des deutschen Reichs, unter Beziehung auf die bei dem vorhergegangenen Rastadter Congreß von der Reichsdeputation schon verwilligte Basis, Friede zu Lüneville geschlossen, dieser Friedensschluß auch von Kurfürsten, Fürsten und Ständen unter reichsoberhauptlicher Mitwirkung am 7. März 1801 wirklich genehmigt, jedoch sind in diesem Friedensschlusse selbst einige Gegenstände auf weitere Erörterung ausgesetzt worden; indem nicht nur die im 5ten Artikel dem Herrn Großherzoge von Toscana zugesagte Entschädigung in Deutschland keine nähere Bestimmung daselbst erhalten, sondern auch vermöge des 7ten Artikels die Entschädigungen der erblichen Reichsstände im Gemäßheit der schon erwähnten zu Rastadt aufgestellten Grundsätze noch bestimmt werden sollten. Nachdem nun ferner von Sr. Kaiserl. Majestät zu Vollziehung dieser Artikel sogleich nach geschehener Mittheilung des Friedens von Lüneville an die allgemeine Reichsversammlung durch ein eignes Kaiserl. Commissionsdecret vom 3. März eine weiteres Reichsgutachten über die reichsständische Mitwirkungsart zur gänzlichen Berichtigung des Reichsfriedensgeschäftes verlangt, dieses Reichsgutachten auch den 2. October 1801 dahin, daß hierzu eine abermalige außerordentliche Reichsdeputation, bestehend aus acht Mitgliedern, und zwar aus dem

Kurfürstenrathe: Kurmainz, Kursachsen, Kurböhmen, Kurbrandenburg und aus dem

Fürstenrathe: Baiern, Wirtemberg, Hoch- und Deutschmeister, und Hessen-Kassel

zu ernennen sey, wirklich erstattet, und von Kaiserl. Majestät unterm 7. November 1801 allergnädigst genehmigt worden; so haben sodann endlich Se. Kaiserliche Majestät durch ein weiteres allergnädigstes Commissionsdecret vom 2. August vorigen Jahrs der allgemeinen Reichsversammlung bekannt gemacht, daß der Zeitpunct, wo die außerordentliche Reichsdeputation sich zu vereinigen habe, erschienen sey, daß daher sämmtliche deputirte Stände ihre Subdelegirten nach Regensburg, als den mit Beistimmung der französischen Regierung festgesetzten Ort, absenden, auch daß die zu gänzlicher Berichtigung dieses Friedensgeschäftes für die Deputation erforderliche Vollmacht ausgefertigt werden solle, indem Allerhöchstsie in Ihrer reichsoberhauptlichen Eigenschaft als Ihren Kaiserl. Bevollmächtigten bei diesem Congresse den wirklichen Kaiserl. Geheimenrath und Kaiserl. Concommissarius an der allgemeinen Reichsversammlung, Reichsfreiherrn von Hügel, zu bestimmen allergnädigst geruhet hätten.

Wie nun hierauf die Reichsvollmacht, um die in dem Lüneviller Friedensschlusse Art. 5 und 7 einer besondern Uebereinkunft noch vorbehaltenen Gegenstände einvernehmlich mit der französischen Regierung näher zu untersuchen, zu prüfen und zu erledigen, am 3. August v. J. für diese außerordentliche Reichsdeputation wirklich ausgefertigt worden: so haben die deputirten Reichsstände ihre Subdelegirten, nämlich

Kurmainz. Den Kaiserl. Geheimenrath, Commandeur des St. Stephansordens, und Kurfürstl. Mainzischen Staatsminister, Herrn Franz Joseph Freiherrn von Albini.

Kurböhmen. Den Kaiserl. Reichs-Hofrath, Herrn Franz Alban von Schraut; und späterhin noch den Kaiserl. Kämmerer und Königl. Kurböhmischen Reichstagsgesandten, Herrn Ferdinand Grafen von Colloredo-Mannsfeld.

Kursachsen. Den Kursächsischen Geheimenrath, Herrn Hans Ernst von Globig.

Kurbrandenburg. Den Köngl. Preußischen wirklichen geheimen Stats- und Kriegsminister, auch Reichstagsgesandten, des schwarzen und rothen Adlerordens Ritter, Herrn Johann Eustachius Grafen von Schlitz, genannt Görz, und den Königl. Preuß. Directorialgesandten im Fränkischen Kreise, auch Kammer-Vicepräsidenten zu Ansbach, Herrn Konrad Sigmund Karl Hänlein.

Baiern. Den Kurfürstl. Kämmerer, wirklichen Geheimenrath und Comitialgesandten, Herrn Alois Franz Xaver Freiherrn von Rechberg und Rothenlöwen.
Hoch- und Deutschmeister. Den Herrn Karl Philipp Ernst Freiherrn von Nordegg zur Rabenau, des hohen Deutschen Ordens Ritter, Rathsgebietiger der Balley Franken, Commenthur zu Donauwört, hochfürstl. Hoch- und Deutschmeisterischen adeligen wirklichen Hof-, Regierungs- und Kammerrath, und Oberamtmann des Scheuerberger Gebietes zu Hornegg.

Wirtemberg. Den Herzogl. wirklichen Geheimenrath, Vicepräsidenten, Kammerherrn und Ritter des Herzoglichen großen Ordens, Herrn Philipp Christian Freiherrn von Normann.

Hessen-Kassel. Den Fürstlichen Geheimenrath und Comitialgesandten, Herrn Philipp Maximilian von Günterrode, und späterhin noch Den Hessen-Kasselischen Kriegsrath, Herrn Georg Wilhelm von Starkloff,

hieher nach Regensburg abgeordnet, so daß diese Deputationsversammlung, nach allseitiger herkömmlichermaaßen vollzogener Legitimation, am 24. August wirklich constituirt und mittelst Proposition des ernannten höchstansehnlichen Kaiserl. Herrn Plenipotentiarius eröffnet worden.

Da nun auch zu gleicher Zeit der erste Consul der französischen Republik einen Ministre extraordinaire in der Person des Citoyen Laforest, hieher angeordnet; ferner Se. Kaiserl. Russische Majestät Ihre hohe Vermittelung, gemeinsam mit dem französischen Gouvernement, zu Berichtigung der gedachten Entschädigungssache und zu Befestigung der Ruhe Deutschlands, eintreten zu lassen, sich entschlossen, und zu dem Ende bereits unterm 18. August ersagter französischer Ministre, Citoyen Laforest, gemeinsam mit dem bei der allgemeinen Reichsversammlung accreditirten Kaiserl. Russ. Herrn Ministre Resident Klüpffel, zwei gleichlautende Declarationen dieser Reichsdeputation mitgetheilt, worin diese hohen vermittelnden Mächte, zum Behufe der anzustellenden Berathschlagungen, einen allgemeinen Entschädigungsplan vorgelegt; auch kurz nachher Se. Kaiserl. Russische Majestät einen eigenen Plénipotentiaire in der Person des Kaiserl. Russischen Geheimenraths und mehrerer Orden Ritters, Herrn Karl Freiherrn von Bühler, bisherigen außerordentlichen Gesandten am Kurpfalzbairischen Hofe, zu diesem Geschäfte hieher abzuordnen geruhet; sodann die Reichsdeputation die ihr zugestellten Declarationen in allen ihren Theilen gründlich erwogen, hierüber den gedachten Herrn Ministern der vermittelnden Mächte, unter jedesmaliger Mittheilung der bei ihr eingereichten mannigfaltigen Reclamationen und Vorstellungen, ihre Beschlüsse eröffnet; - hierauf aber diese unterm 8. Oktober der Deputation einen abgeänderten Plan, als Resultat ihrer neuesten Instructionen mitgetheilt, die Deputation sodann auch diesen zweiten Plan in weitere Berathung gezogen, und hierüber den erwähnten Herren Ministern ihre ferneren Beschlüsse ebenfalls communicirt, darauf endlich Diese weitere Noten vom 19. October, 15. und 19. November, 3. December vorigen Jahres, 18. und 31. Jenner - dann den 11. dieses - übergeben haben; - so ist nunmehr hiernach und aus allen vordern einzelnen Deputationsbeschlüssen folgender Deputations-Hauptschluß gefaßt worden.


Die Austheilung und endliche Bestimmung der Entschädigungen geschieht, wie folgt:

§. 1. Sr. Majestät dem Kaiser, Könige von Ungarn und Böhmen, Erzherzoge von Oesterreich, für die Abtretung der [.....]

§. 2. Dem Kurfürsten von Pfalz-Baiern für die Rheinpfalz, die Herzogthümer Zweibrücken, Simmern und Jülich, die Fürstenthümer Lautern und Veldenz, das Marquisat Bergopzoom, die Herrschaft Ravenstein, und die übrigen in Belgien [.....]

§. 3. Dem Könige von Preußen, Kurfürsten von Brandenburg, für das Herzogthum Geldern, und den auf dem linken Rheinufer gelegenen Theil des Herzogthums Cleve, für das Fürstenthum Moeurs, die Bezirke von Sevenaer, Huissen und Malburg, und für die Rhein- und Maaszölle: die Bisthümer Hildesheim und Paderborn; das Gebiet von Erfurt mit Untergleichen, und alle Mainzischen Rechte und Besitzungen in Thüringen; das Eichsfeld, und der Mainzische Antheil an Treffurt. Ferner die Abteyen Herforden, Quedlinburg, Elten, Essen, Werden und Kappenberg, und die Reichsstädte Mühlhausen, Nordhausen und Goslar; endlich die Stadt Münster, nebst dem Theile des Bisthums dieses Namens, welcher an und auf der rechten Seite einer Linie liegt, die unter Olphen und Seperad, Kakelsbeck, Heddingschel, Ghisschinck, Notteln, Hulschhofen, Nannhold, Nienburg, Uttenbrock, Grimmel, Schönfeld und Greven gezogen wird, und von da dem Laufe der Ems folgt, bis auf den Zusammenfluß der Hoopsteraa in der Grafschaft Lingen.


Die Ueberreste des Bisthums Münster werden auf folgende Weise vertheilt, nämlich:

dem Herzoge von Oldenburg: die Aemter: Vechte und Kloppenburg.

Dem Herzoge von Aremberg: das Amt Meppen mit der Kölnischen Grafschaft Reklinghausen.

Dem Herzoge von Croy: die Reste des Amts Dülmen.

Dem Herzoge von Looz und Corswaren: die Reste der Aemter Bevergern und Wolbeck.

Die Kapitel, Archidiaconal-Präbenden, Abteyen und Klöster, so in den Aemtern gelegen sind, welche die obenbenannten Ueberreste des Bisthums Münster ausmachen, werden gedachten Aemtern einverleibt.

Den Fürsten von Salm: die Aemter Bocholt und Ahaus, mit den darin liegenden Kapiteln, Archidiaconaten, Abteyen und Klöstern; alles im Verhältnisse von zwei Drittheilen für Salm-Salm, und eines Drittheils für Kyrburg, dessen Abtheilung unverzüglich durch eine weitere Anordnung bestimmt werden wird.

Die Reste des Amtes Horstmar mit Einschluß der darin befindlichen Kapitel, Archidiaconate, Abteyen und Klöster fallen den Rheingrafen zu; unter der Bedingung, die gegen die Fürsten von Salm den 26. Octob. vor. Jahrs übernommenen Verbindlichkeiten zu erfüllen. - Aus der getroffenen Vertheilung von Münster folgt von selbst, daß die bisherige ständische Verfassung nicht mehr statt finden kann.

Das Haus Salm-Reiferscheid-Bedburg erhält das Mainzische Amt Krautheim, mit den Gerichtsbarkeitsrechten der Abtey Schönthal in besagtem Amte, und überdieß eine beständige auf Amorbach ruhende Rente von 32,000 Gulden.

Der Fürst von Salm-Reiferscheid für die Grafschaft Niedersalm: eine immerwährende Rente von 12,000 Gulden auf Schönthal.
Der Graf von Reiferscheid-Dyk erhält für die Feudalrechte seiner Grafschaft: eine immerwährende Rente von 28,000 Gulden auf die Besitzungen der Frankfurter Kapitel.

§. 4. [.....]

Signatum Regensburg den 25. Februar 1803 Kurfürstlich Mainzische Kanzley"

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XXXXX

Da Haltern im Schlussdokument des Reichsdeputationshauptschlusses nicht namentlich erwähnt war, kam es noch zu Diskussionen über die Zuordnung der Stadt. Im Reputationsrezeß, Zweyter Theil (Adam Christian Gaspari, Hamburg 1803, S. 61 - 62) wird hierzu erläutert:

"Das Haus Croy gehört eigentlich zum Französischen oder Niederländischen Adel, hat jedoch mit den Häusern Aremberg und Ligne einerley Ursprung, und seiner Behauptung nach schon seit mehren Jahrhunderten die reichsfürstliche Würde. Sein Verlust ist unbekannt, wiewohl es in Deutschland mit mittelbaren Gütern possessionirt war, und doch keine Entschädigung bey der Deputation reclamirt hat, obgleich es im ersten Plan übergangen war. Die ihm zugewiesenen Reste des Amtes D ü l m e n machen bey weitem den größten Theil desselben aus, und betragen 6 1/4 Qu. Meilen (*) welche etwa 8000 Einwohner haben, und mit Einschluß der Karthause Welderen, eines Collegiatstiftes und eines Klosters, 50,000 Gulden abwerfen können. (Vorhin nur 24000 Gulden.) In einer Vorstellung des Herzogs an die Deputation bittet er, daß dieß Land in eine Grafschaft mit Sitz und Stimme auf der Westphälischen Grafenbank erhoben, und die Deputation die Aufhebung des Sequesters von seinen Gütern vermitteln möchte. Das Conclusum war, daß das Gesuch auf der bereits nöthig befundenen künftigen Organisation der gräflichen Collegien beruhe. Der Duc klagt darin, daß er keinen solchen Ersatz erhalten habe, der mit seinem enormen Schaden nur einigermaßen im Verhältnisse stehe, ohne jedoch letztern genauer anzugeben.

(*) In der erwähnten Beschreibung der Preußischen Entschädigungs-Provinzen wird das Städtchen Halteren an der Lippe zum Preußischen Antheile gerechnet, welches das Loos von Croy sehr verkürzen würde, aber nach der genauen Bestimmung der Gränze, die unter Olphen, und nicht bey Halteren, anfangen soll , gewiß ein Irrthum ist."

Finanzielle Entschädigung für die verlorene Souveränität durch Preussen

Bereits nach 3 Jahren Herrschaft über dis Grafschaft Dülmen verlor der Herzog von Croy durch die von Napoleon initiierte Rheinbundakte seine Souveränität an den Herzog von Arenberg, behielt aber seinen Grundbesitz. Nachdem die Grafschaft Dülmen zwischen 1811 und 1813 durch Annektion zum Kaiserreich Frankreich gehörte, fällt das frühere Amt Dülmen an Preussen. Während des Wiener Kongresses erreichte der Herzog von Croy für die verlorene Souveränität eine nachträgliche finanzielle Entschädigung, die von Preussen getragen wurde:

"Die Herrschaft Dülmen, war ehehin ein Theil des hochstift-münsterischen Amtes Dülmen, welchen Croy durch den H. Dep. Hauptschl, v. 1803, §. 3, erhielt. Das herzogliche Haus Croy hatte nie Reichsstandschaft, und nur reichsmittelbare Besitzungen auf der linken Rheinseite. An die ausserordentliche Reichsdeputation zu Regensburg, erließ der Herzog im J. 1802 die Bitte, Dülmen zu einer Grafschaft zu erheben, und demselben Stimmrecht in dem westphälischen GrafenCollegium beizulegen. Von der H. Deputation erfolgte hierauf der Beschluß: «die Erledigung dieses Gesuchs beruhe auf der bereits für nöthig befundenen Organisation der reichsgräflichen Collegien», Protocoll der ausserordentl. R. Deput, §. 184, S. 543, u. Beilagen, Bd. III, S. 97. Diese Organisation unterblieb. — Durch die rheinische Bundesacte, Art. 24 ward Dülmen, unter dem Titel Grafschaft, dem Herzog von Arenberg als Standesherrschaft untergeordnet. Als dieser, im Dec. 1810, seiner Souverainetäl beraubt ward (oben $. 32), kam es, mit Verlust seiner standesherrlichen Rechte, unter kaiserlich-französische Hoheit. Die wiener Congreß Acte nennt dasselbe unter den preussischen Standesherrschaften. Für ihm entzogenes Einkommen, erhält Croy von Preussen eine immerwährende Jahrrente von 6000 Thaler Vergl. § 3d1, Note d." (Johann Ludwig Klüber, Öffentliches Recht des teutschen Bundes und der Bundesstaaten, 3. Auflage, Frankfurt a. M., 1831)