Bürger Halterns in der Armee des Fürstbistums Münster nach dem Siebenjährigen Krieg (1765)

Im Frühjahr 1763 wurde die Armee des Fürstbistums Münster aus hannoverscher Kriegsgefangenschaft entlassen. Fürstbischof Maximilian Friedrich von Königsegg-Rottenfels stellte die Armee neu auf. Um die entsprechend der Reichsgesetze von 1673 und 1681 erforderliche Sollstärke (2000 Mann) der Fürstbischöflichen Armee zu erhalten, wurde 1765 durch die Drosten und Rentmeister des Hochstifts Münster eine Musterung durchgeführt. Die neu ausgehobenen Rekruten hatten drei Dienstjahre abzuleisten.

Infanterieregiment Wenge, 7. Kompanie

Infanterieregiment Schorlemer, Leibkompanie

Infanterieregiment Schorlemer, Oberstleutnantskompanie

Infanterieregiment Schorlemer, 8. Kompanie

Kavallerieregiment 4. Kompanie

 

1767/68 erfolgte eine Musterung aller ledigen Männer zwischen 18 und 40 Jahren:

 

Die Musterungslisten der Jahre 1775 - 1792 nennen weitere 21 Halterner Bürger.

 

Nach den Siegen Napoleons kam es zur Auflösung der Fürstbistümer (Reichsdeputations-Hauptschluss). Die Fürstbischöfliche Armee wurde 1802 aufgelöst. Am 2. August 1802 waren noch folgende Halterner Bürger in der Armee:

Dragonerregiment "von Nagel", 2. Eskadron/ Rittmeister von Hamilton

Infanterieregiment "von Wenge", 4. Mousquetierkompagnie/ Hauptmann von Cloedt

Infanterieregiment "von Dincklage", 3. Mousquetierkompagnie/ Hauptmann von Berswordt

Infanterieregiment "von Dincklage", 5. Mousquetierkompagnie/ Hauptmann Hammer

Infanterieregiment "von Tönnemann", 4. Mousquetierkompagnie/ Hauptmann Brockmann

Infanterieregiment "von Tönnemann", 5. Mousquetierkompagnie/ Hauptmann Contzen

 

 

Lit.: