Veröffentlichungen (Auswahl)

Quelle: Wikipaedia

Emil Ritterling

(* 20. Dezember 1861 in Leipzig; † 7. Februar 1928 in Wiesbaden)

Emil Ritterling war ein deutscher Althistoriker, provinzialrömischer Archäologe und Streckenkommissar der Reichs-Limes-Kommission.

1885 promovierte Emil Ritterling an der Universität Leipzig mit einer Arbeit über die Legio X Gemina. Von 1887 bis 1891 arbeitete er in Berlin als Bibliothekar. Seit 1892 wirkte Ritterling als Privatgelehrter in Wiesbaden, wo er von 1899 bis 1911 und von 1915 bis 1923 auch Direktor des Landesmuseums Nassauischer Altertümer in Wiesbaden, heute Hessisches Landesmuseum, war. Nach 1899 arbeitete er an den Ausgrabungen in Haltern mit. Zwischenzeitlich – von 1911 bis 1914 – leitete er als Direktor die Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts in Frankfurt am Main. Zusätzlich war er von 1897 bis 1912 als Streckenkommissar für die Reichs-Limes-Kommission tätig. Als solcher leitete er unter anderem die Ausgrabungen in den Kastellen Niederbieber, Bendorf und Wiesbaden.

Grundlegend war Ritterlings Artikel Legio, der 1925 in Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (Band 12,1) erschien und bis heute als ein Standardwerk der römischen Militärgeschichte gilt. Fundamental auch seine Arbeit zum Kastell Hofheim, die heute immer noch eines der am häufigsten zitierten Werke über römische Keramik des 1. Jahrhundert n. Chr. in den Nordwestprovinzen ist.

Emil Ritterling war Ehrenmitglied des Altertumsvereins Haltern.